PETER KLITSCH - VERNISSAGE & die Winterreise von Franz Schubert

04. 10. 2020
18:00
Ausstellung

 

Peter Klitsch zählt zur Künstlerriege der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Begleitet wird die Ausstellung von Franz Schuberts "Winterreise", gesungen vom Bass Ivaylo Guberow.

Am Klavier: Kristin Okerlund ( Staatsoper Wien)

Eintritt: 15,-

 

Peter Klitsch (* 2. Mai 1934 in Wien) ist ein österreichischer Künstler und Maler. Er zählt zur Künstlerriege der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Klitsch wurde 1934 als Sohn von Schauspieler Wilhelm Klitsch und Elfriede Mayer geboren. Der Vater war als Schauspieler am Volkstheater und später als Professor an der Akademie für darstellende Kunst tätig. Die Klitschgasse im 13. Wiener Gemeindebezirk wurde nach Wilhelm Klitsch benannt. Nach seinem frühen Tod 1941, verursacht durch einen Schlaganfall, belegte Peter Klitschs Mutter einen Sekretärinnenkurs und arbeitete als Referenzbibliothekarin für die Wiener Justiz.[1]

1945 wurde Klitsch von der Mutter von der Schule nach Hause geholt und besuchte diese im letzten Kriegsjahr nicht. Diese Zeit verbrachte er unter anderem mit dem Handel von Modellflugzeugen gegen Nahrungsmittel.[2]

1946 kam Klitsch an die Realschule in der Marchettigasse in Wien. Es entstanden erste Zeichnungen und Skizzen von Flugzeugen. Auf Empfehlung seines Kunstprofessors wurde er an der Akademie für Angewandte Kunst am Stubenring in Wien aufgenommen und studierte dort ab 1951.

Die Wiener Schule des Phantastischen Realismus

Nach dem Besuch von Ausstellungen von Salvador Dalí, René Magritte, Jean Cocteau oder dem Deutschen Max Ernst entdeckte Peter Klitsch früh seine Faszination für den Phantastischen Realismus, der zum damaligen Zeitpunkt auch noch als realistische Traummalerei bezeichnet wurde.

Unterstützung bekam er dabei von seinem Professor, dem Expressionisten Eduard Bäumer. Schon früh begann Peter Klitsch mit eigenen Ausstellungen, was Kunststudierenden zur damaligen Zeit verboten war und schlussendlich zum Ausschluss aus der Akademie für angewandte Kunst im Jahr 1954 führte.

Ab 1954 Studium an der königlichen Hochschule in Stockholm. Zu dieser Zeit reiste Peter Klitsch per Autostopp durch ganz Europa.

Während seiner Lehr- und Wanderjahre pflegte Peter Klitsch eine Freundschaft zum schon damals erfolgreichen Schriftsteller H. C. Artmann. Sein bester Freund war Helmut Leherb, der so wie Peter Klitsch zu den Hauptvertretern der Wiener Schule des Phantastischen Realismus zählt.

Auch Ernst Fuchs und Jean Cocteau gehörten zu seinem Bekanntenkreis. Unterstützt wurde Peter Klitsch vom Kunstverein „Der Kreis“, der von Arnulf Neuwirth geleitet wurde.

1957 heiratete Peter Klitsch seine erste Frau Marika.

Er eröffnete gemeinsam mit Kurt Regschek und Richard Matouschek eine eigene Galerie „Zur silbernen Rose“.