DER KUSENG - „Hoamatlond, Hoamatlond“ - Förderpreis Öst. Kabarettpreis 2025

DER KUSENG - „Hoamatlond, Hoamatlond“ - Förderpreis Öst. Kabarettpreis 2025

Der Kuseng präsentiert ein Debüt, das ohne Regie, Dramaturgie oder Förderung entstanden ist und dennoch wirkt wie aus einem Guss. Professionell, punktgenau, überraschend souverän.

Ort: Findling

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Beschreibung

Der Kuseng präsentiert ein Debüt, das ohne Regie, Dramaturgie oder Förderung entstanden ist und dennoch wirkt wie aus einem Guss. Professionell, punktgenau, überraschend souverän. Kein Zufall, sondern Ausdruck von künstlerischer Klarheit und erzählerischer Begabung.

Die Jury des Öst. Kabarettpreises begründet ihre Entscheidung unter anderem mit: „Der Kuseng schafft Bühnenräume, in denen Herkunft, Geschlecht oder Milieu keine Trennungslinien sind, sondern Teil eines größeren Ganzen. Sein Humor baut Brücken, sein Spiel trägt Haltung – dabei ist er zugleich Schauspieler, Slam Poet, Komiker und Geschichtenerzähler. Uneitel, präzise, offen. Mit feinem Gespür für Sprache, Lebenswelten und das richtige Timing verwandelt Der Kuseng persönliche Erfahrungen in universelle Erzählungen. Er bringt zum Lachen, ohne auszuteilen – stellt sich erhobenen Hauptes ins Rampenlicht, und ebendort möchte man ihn fortan noch lange finden!“

Der Kuseng macht Kabarett, weil er gemerkt hat: Wenn er seine Geschichte erzählt, erzählt er nie nur seine. Sein Programm “Hoamatlond, Hoamatlond” beginnt mit einer biografischen Annäherung und führt zu einem Moment der Selbstbehauptung. Es ist die Geschichte eines Menschen, der aufgewachsen ist zwischen Kulturen, zwischen Erwartungen, zwischen Identitäten und der diesen Zwischenraum auf der Bühne bewohnbar macht.

Das Programm ist kein triumphaler Ritt durch Lebensrealitäten, sondern ein feinsinnig gebauter Abend, der Brücken schlägt statt Mauern aufstellt. Sprache nutzt Der Kuseng als Werkzeug: „Eine politische Waffe mit Schaumstoffspitze, die trifft, ohne zu verletzen und im besten Fall Menschen dazu bringt, ihre eigenen Überzeugungen zu hinterfragen“, so formuliert er es. „Der Preis ehrt mich sehr. Ich war nie die Zielgruppe für Erfolg – eher die Fußnote in Integrationsstatistiken. Ich habe den Preis nicht gewonnen, weil ich bin wer ich bin, sondern trotzdem“, führt Der Kuseng aus.

Der Kuseng, bürgerlich Kian Kaiser, wurde 1989 in Teheran geboren, konnte aber keine tiefere Bindung zur Stadt aufbauen, denn seine Eltern flohen mit ihm im Säuglingsalter nach Österreich. Die ersten Jahre verbrachte er in einem Flüchtlingsheim in Timelkam (OÖ), wo Postkartenidylle auf Asylgesetz trifft. Aufgewachsen ist er in Linz, maturierte an der Fadingerschule, die unter anderem von zwei berühmten Österreichern besucht wurde: Einem, über den man nicht spricht und einem, der viel übers Sprechen gesprochen hat: Ludwig Wittgenstein. Seit 2016 lebt er in Wien und ist somit echter Wiener, weil man das nur ist, wenn man aus Oberösterreich stammt.

Schon als Kind wusste er, dass er Entertainer werden will. Seinen Eltern sagte er trotzdem „Arzt“, denn das ist bei persischen Müttern kein Beruf, sondern Gesetz. Erste Auftritte hatte er vor dem elterlichen Sofa, wo er Werbejingles nachsang, Dialekte imitierte und Sketche aus 90er Shows nachspielte. Das Klassenzimmer war das nächste Publikum und sollte lange das größte bleiben. Erst im Oktober 2023 stand er erstmals mit 34 Jahren auf einer richtigen Comedybühne: Bei PCCC*, wo er einen selbstgeschriebenen 15-Minuten-Text vor 230 Menschen performte. Dem folgten Auftritte bei FM4 oder dem Kultursommer Wien. Am 2. April 2025, feierte er mit „Hoamatlond, Hoamatlond“ sein Kabarettdebüt vor ausverkauftem Haus in der Kulisse Wien. Das Publikum dankte ihm mit Standing Ovations und einem Blumenmeer.

Nebenbei schreibt Der Kuseng für Magazine, moderiert Veranstaltungen, nimmt an Diskussionsrunden teil und erinnert sich gerne an eine Zeit, in der alternativ noch nicht rechtsextrem hieß.

PRESSE
“Der Kuseng ist ein Glücksfall fürs Kabarett, denn er bietet neue Standpunkte und ihre Perspektiven. Das gemeinsame Lachen verbindet zwanglos, schafft ein Miteinander - und einen Platz, an dem man sich gut aufgehoben fühlt.” - Der Falter
“Eine gelungene Mischung aus Beobachtungshumor. Sozialsatire und einer Portion absurder Komik. Der Kuseng ist der geborene Entertainer. Gerne mehr davon!” - Die Presse
“Ein grundehrliches Stück zur Gegenwart. „Hoamatlond, Hoamatlond“ widmet sich mit scharfem Blick den Neurosen dieses Landes und vergisst dabei keine Sekunde lang auf die dafür notwendige Selbstironie.” - Profil
“Nachwuchsstar des Kabaretts.” - OÖ-Nachrichten

derkuseng.at
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early bird bis 30. Juni 2026: € 24,- für ein Ticket der Kategorie A -> unter Ermäßigungen auswählen
ab 30. Juni 2026: € 28,- (KAT A)/€ 24,- (KAT B)

 

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